Praxiswissen · Ablauf
Der Veranstaltungstag: wie ein Roboter-Auftritt getaktet wird
Die beste Attraktion nützt nichts, wenn sie zur falschen Zeit läuft. Wie ein Roboter-Auftritt in ein Programm eingebaut wird, damit er wirkt — und nicht nebenherläuft.
Operator inklusiveVersichertAls KI gekennzeichnetab 2.500 € zzgl. USt.
Der Grundfehler: Dauerpräsenz
Die naheliegende Idee ist, den Roboter über die gesamte Veranstaltung präsent zu haben. In der Praxis nutzt sich das ab: Nach zwei Stunden gehört er zur Einrichtung, und niemand holt mehr das Handy heraus.
Wirksamer sind gesetzte Momente: drei bis fünf Blöcke, jeweils 20 bis 40 Minuten, verteilt auf die Zeitpunkte mit dem meisten Publikum. Jeder Block erzeugt neu einen Auflauf, und dazwischen bleibt Zeit zum Laden.
Wohin die Blöcke gehören
Auf Messen: Öffnung, Vormittagsspitze, Zeit nach der Mittagspause, früher Abend vor dem Standfeierabend. Auf Firmenfeiern: Empfang der Gäste, ein moderierter Moment im Programm, später Abend, wenn die Stimmung offen ist. Auf Stadtfesten: gebunden an das Bühnenprogramm, nie parallel zum Hauptact.
Ein Punkt wird oft übersehen: Der stärkste Moment ist fast immer der Empfang. Gäste kommen an, sind aufnahmebereit und haben noch nichts gesehen — ein König, der an der Tür begrüßt, prägt den ganzen Abend.
Moderiert oder frei laufend
Beides funktioniert, aber unterschiedlich. Frei laufend durch die Gäste erzeugt viele kleine Begegnungen, Fotos und Gespräche — gut für Messestände und Empfänge. Moderiert auf der Bühne erzeugt einen gemeinsamen Moment, über den anschließend alle reden — gut für Galas, Jubiläen und Programme mit festem Ablauf.
Wenn eine Moderatorin oder ein Moderator dabei ist, stimmen wir Stichworte vorher ab. Ein Bühnenmoment lebt vom Timing; er soll nach Dialog aussehen und nicht nach Vorführung eines Geräts.
Was Ihr Team dazu beitragen kann
Der Roboter erzeugt Aufmerksamkeit — was daraus wird, entscheidet Ihr Team. Auf Messen ist die Übergabe der wichtigste Schritt: Wer spricht die Umstehenden an, während sie filmen, und mit welchem Satz? Ohne diese Übergabe bleibt es bei Unterhaltung; mit ihr werden daraus Gespräche.
Praktisch hilft ein kurzer Hinweis an Ihr Standpersonal vorab: wann die Blöcke sind, wo der Roboter läuft, wer ansprechbar ist. Fünf Minuten Vorbesprechung verdoppeln den Ertrag des Auftritts.
So gehen wir vor
- Rund eine Stunde vorherAnlieferung, Aufbau, Laufprobe auf der echten Fläche, Kennzeichnung aufstellen.
- KurzbesprechungFünf Minuten mit Ihrem Team: Zeiten, Laufwege, wer die Umstehenden anspricht.
- Block 1 — EmpfangBegrüßung ankommender Gäste, erste Fotos. Meist der stärkste Moment des Tages.
- Ladepause30 bis 45 Minuten im Rückzugsbereich, Akkuwechsel und Technik-Check.
- Block 2 — ProgrammModerierter Bühnenmoment oder Lauf durch die Menge, je nach Format.
- Weitere BlöckeNach Stoßzeiten getaktet, meist drei bis fünf über den Tag.
- AbbauMit kurzem Puffer für die letzten Fotowünsche.
Ludwig II. im Einsatz


Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Auftrittsblock?
Üblich sind 20 bis 40 Minuten aktiver Auftritt, danach eine Lade- und Vorbereitungspause von 30 bis 45 Minuten. Über einen Tag ergeben sich so drei bis fünf Blöcke.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Fast immer der Empfang: Gäste kommen an, sind aufnahmebereit und haben noch nichts gesehen. Danach richtet sich die Taktung nach Ihren Stoßzeiten und dem Bühnenprogramm.
Brauchen wir eine Moderation?
Nicht zwingend. Frei laufend erzeugt viele kleine Begegnungen, moderiert auf der Bühne einen gemeinsamen Moment. Bei Moderation stimmen wir Stichworte und Timing vorab ab.
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